Macht des geschriebenen Wortes in Printmedien
Domizil des BGK
Bergmannstr. 53
45886 Gelsenkirchen
Aus Zeitungsausschnitten entstehen Collagen, die die Macht des geschriebenen Wortes erfahrbar machen. Die Arbeit mit Begriffen und Zitaten aus den Printmedien regt dazu an, darüber nachzudenken, wie Sprache unsere Wahrnehmung gesellschaftlicher Entwicklungen sowie unsere Vorstellungen von Gegenwart und Zukunft beeinflusst.
Auf zwei kreisförmigen Bildträgern entstehen Collagen aus Wortschnipseln und Zitaten der Tagespresse. Die Texte werden spiralförmig angeordnet und erzeugen den Eindruck eines Sogs nach innen.
Eine Kreisscheibe widmet sich positiven Begriffen und Aussagen wie „Frieden“, „Freundschaft“, „Gemeinsamkeit“, „Sonnenschein“, „Demokratie“ oder „Diversität“. Die Rückseite versammelt dagegen Wörter mit negativer Konnotation, beispielsweise „Krieg“, „Streit“, „Raub“, „Unfall“, „Chaos“ oder „Uneinigkeit“.
Für die Gestaltung werden Zeitungen und Zeitschriften gesammelt. Die Teilnehmenden suchen die passenden Wörter selbstständig, schneiden sie aus und ergänzen damit die vorgegebene Komposition auf den Kreisscheiben. Darüber hinaus können eigene Gedanken, Sätze oder kurze Texte in die Collagen einfließen und das Gesamtbild erweitern.
Ziel des Workshops ist die kritische Auseinandersetzung mit Medienberichten und der Wirkung von Sprache. Die Teilnehmenden erfahren, welche Kraft geschriebene Wörter besitzen und wie sie unsere Wahrnehmung von Realität beeinflussen können. Gleichzeitig setzt das Projekt einen bewussten Gegenpol zu überwiegend negativen Nachrichtenbildern und eröffnet Raum für Zuversicht, Gemeinschaft und konstruktive Perspektiven.
Im Mittelpunkt steht daher nicht allein die künstlerische Gestaltung einer Collage, sondern vor allem der gemeinsame Austausch darüber, wie wir durch Dialog, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung mehr Hoffnung und Zuversicht entwickeln können.